Das Orchester • Auf den Bühnen der Welt zuhause
Kammerphilharmonie Ingolstadt
Aus dem traditionsreichen Georgischen Kammerorchester wird die Kammerphilharmonie Ingolstadt – ein Name, der die gewachsene Identität des Ensembles widerspiegelt. Seit über 35 Jahren ist das Orchester fest in Ingolstadt verwurzelt und prägt als lebendiger, kultureller Akteur das Musikleben der Stadt und Region. Mit seiner einzigartigen Klangsprache und seinem bewegten Werdegang steht die Kammerphilharmonie heute gleichermaßen für Kontinuität und Erneuerung.
Die Wurzeln reichen zurück ins Jahr 1961, als Alexander Begelfor und Givi Azmaiparashvili das Ensemble in Tbilisi gründeten. 1964 wurde es zum Georgischen Staatskammerorchester ernannt. Während einer Tournee im Jahr 1990, unter der Leitung von Liana Issakadze, entschied sich das Orchester, angesichts der politischen Umbrüche, dauerhaft in Deutschland zu bleiben – ein Schritt, der den Beginn eines beispielhaften Integrationsprozesses markierte.
Dank der Unterstützung der Stadt Ingolstadt, der AUDI AG und der Sparkasse Ingolstadt Eichstätt entwickelt sich das Orchester schnell zu einem festen, integralen Bestandteil des regionalen und überregionalen Kulturlebens. Mit seinen Konzertreihen in der Region, internationalen Gastspielen, seinen Kinder- und Jugendprojekten sowie vielbeachteten CD-Produktionen macht es beständig auf sich aufmerksam. Es genießt nicht nur ein hohes Renommee in der Musikwelt, sondern erschließt sich beharrlich neue, auch jüngere Publikumskreise.
Zahlreiche renommierte Dirigenten haben das Ensemble geprägt. Liana Issakadze, langjährige künstlerische Leiterin und Geigerin, führte es zwischen 1981 und 1999 zu internationaler Bekanntheit. Von 2000 bis 2006 prägte Markus Poschner das Profil des Orchesters nachhaltig – unter anderem durch die Einführung der beliebten Abonnementkonzerte. Ruben Gazarian folgte von 2015 bis 2020, bevor 2021 erneut Ariel Zuckermann die künstlerische Leitung übernahm. Ihm ist das Orchester bestens vertraut: Bereits zwischen 2007 und 2012 war er als Chefdirigent tätig.

In seiner langen Geschichte konzertierte das Orchester zudem mit zahlreichen herausragenden, internationalen Solisten. David Oistrach, Barbara Hendricks, Svjatoslav Richter oder Daniil Shafran sind genauso mit dem Ensemble aufgetreten wie Heinrich Schiff, Tabea Zimmermann, Juan Diego Florez, Gidon Kremer, Edita Gruberova, Giora Feidman, Elisso Virsaladze, Rudolf Buchbinder, Lisa Batiashvili, Natalia Gutman, Diana Damrau, Maxim Vengerov oder Julian Rachlin.
Die Kammerphilharmonie steht für ein breit gefächertes Repertoire – von Barock bis Moderne – und sieht sich zugleich als kulturelle Botschafterin Ingolstadts. Rund 90 Konzerte jährlich führen sie auf renommierte Festivals im In- und Ausland. Seit vielen Jahren ist sie zudem fester Bestandteil der Sommerkonzerte der AUDI AG.
Das nachhaltige Wirken der Kammerphilharmonie, seine gewichtige Tradition und beispiellose Integrationsgeschichte findet größte Anerkennung. Seit 2010 wird das Ensemble als nichtstaatliches Kulturorchester vom Freistaat Bayern gefördert. Zudem ist der Klangkörper seit 2021 auch offiziell und tarifvertraglich als Kulturorchester der Spitzenstufe A eingestuft (TV-K A). Auch dies belegt den unverzichtbaren, herausragenden Beitrag, den die Kammerphilharmonie Ingolstadt leistet.
www.kammerphilharmonie-in.de
Ariel Zuckermann • Künstlerischer Leiter
Der Dirigent Ariel Zuckermann ist musikalischer Freigeist und Gratwanderer. Seine epochenübergreifenden Repertoirekenntnisse spiegeln sich in raffinierten und pointierten Programmen wider. Sein technischer und musikalischer Anspruch gepaart mit unbändiger Kreativität, Energie und Menschlichkeit ist dabei stets ein Magnet für Orchester, Solisten und Publikum.
2020 wurde er zum Chefdirigenten des Georgischen Kammerorchester Ingolstadt berufen – eine Position, die er bereits bis 2013 inne hatte. Eine enge und regelmäßige Zusammenarbeit verbindet Ariel Zuckermann außerdem mit dem Philharmonischen Orchester Posen. Dort wurde er für die Saison 23/24 zum ersten Gastdirigenten berufen. Von 2015 bis 2023 war er Musikdirektor beim renommierten Israel Chamber Orchestra, mit dem er die israelische Musiklandlandschaft und Kulturpolitik aktiv geprägt und mitgestaltet hat.
Ursprünglich als Flötist ausgebildet, begann Ariel Zuckermann 2001 seine Dirigierkarriere. Seitdem führten ihn Dirigate zum London Symphony Orchestra, zum Deutschen Symphonie Orchester Berlin, zum Tonkünstler Orchester, zur Riga Sinfonietta, zum Bayerischen Staatsorchester, zur NDR Radiophilharmonie Hannover, zum Sinfonieorchester Basel, zum Luzerner Sinfonieorchester, zum KBS Radio Orchestra Seoul, zu den Bremer Philharmonikern,
zur Ungarischen Nationalphilharmonie, zum Budapest Festival Orchestra, zum Radio-Symphonieorchester Wien, zur Tschechischen Philharmonie, zu den Bamberger Symphoniker, zur Deutschen Radio Philharmonie, zum WDR Sinfonieorchester Köln, zum Orquesta Filarmónica de Gran Canaria, zum Haydn Orchester Bozen, zum Danish National Symphony Orchestra, zum Taipei Symphony Orchestra, zu den Zürcher, Basler und Stuttgarter Kammerorchestern sowie zur Camerata Salzburg. Sein Operndebüt gab er am Münchner Gärtnerplatztheater. Zahlreiche Konzerte und Projekte wurden aufgezeichnet.
Als Flötist ist Ariel Zuckermann mehrfacher Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe und ist als Solist und Kammermusiker auf der ganzen Welt aufgetreten. U.a. als Mitglied der renommierten Schweizer Klezmer-Band Kolsimcha – The World Quintet, mit der er auch Aufnahmen (zuletzt mit dem London Symphony Orchestra) realisiert hat.
Ariel Zuckermann studierte zunächst Flöte bei Paul Meisen und András Adorján an der Musikhochschule München. Weitere Studien folgten bei Alain Marion und Aurèle Nicolet.
Seine Dirigierstudien begann er bei Jorma Panula an der Königlichen Musikhochschule Stockholm. Im Mai 2004 legte er sein Dirigierdiplom bei Bruno Weil an der Musikhochschule München ab.

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